Was ist Autismus?

Der Autismus ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die sich überwiegend in der frühkindlichen Phase zeigt und in der Regel den Bereich der sprachlichen und nonverbalen Kommunikation sowie jenen der sozialen Interaktion betrifft. Sie äußert sich oft durch ungewöhnliches Verhalten, etwa durch atypische oder repetitive Bewegungen oder durch hochsensible Sinneswahrnehmung, z.B. Überempfindlichkeit gegenüber Licht oder Geräuschen etc. Zu den genannten Aspekten kann auch Intelligenzminderung bzw. eine mentale Retardierung hinzukommen.

Autismus beeinträchtigt die gesamte Entwicklung einer Person, die Symptome können sich im Laufe der Zeit verändern. Autistische Menschen teilen bestimmte Merkmale und Verhaltensauffälligkeiten, allerdings unterscheiden sich diese bei jedem einzelnen Betroffenen. Selbst bei demselben Betroffenen können sich die Symptome in verschiedenen Lebensphasen sehr voneinander unterscheiden.

Innerhalb des diagnostischen Spektrums gibt es große Unterschiede, sowohl im kognitiven Bereich  (von einer Hochbegabung über durchschnittliche Intelligenz bis hin zur starken Intelligenzminderung), im sprachlichen Bereich (von der normalen Sprachanwendung bis hin zum völligen Fehlen des Sprachgebrauchs) als auch bezüglich des generellen Schweregrades der spezifischen Merkmale. Die große Bandbreite an möglichen Defiziten und Begabungen bringt mit sich, dass kein Betroffener wie der andere ist. Auch deshalb spricht man von Autismus meist im Plural  – also von Autismen.

Jungen sind drei bis vier Mal häufiger von Autismus betroffen als Mädchen. Aktuelle Studien beziffern die Häufigkeit der Erkrankung auf 1:68, also eines von 68 Neugeborenen weist eine Autismus-Spektrum-Störung auf.

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