Welche Therapiemethoden gibt es?

In den  „Nationalen Leitlinien zur Behandlung der Autismus-Spektrum-Störung bei Kindern und Jugendlichen“ hat das italienische Zentralinstitut für Gesundheitswesen im Jahr 2011 eine Empfehlung zu den allgemein anerkannten diagnostischen und therapeutischen Verfahren formuliert. Die nationalen Leitlinien basieren auf einer von Experten durchgeführten Auswertung wissenschaftlicher Studien.

Folgende psychoedukativen und therapeutischen Interventionen gelten als besonders erfolgsversprechend:

  • Intensive Verhaltenstherapie;
  • Spezielles Training durch die Eltern, die vorher verhaltenspsychologischen Techniken erlernt haben und so die soziale und kommunikativen Fähigkeiten ihres Kindes gezielt fördern können;
  • Kommunikationstraining, vor allem durch den Einsatz von visuellen Hilfen.

Eine möglichst frühzeitige Behandlung und die Einbeziehung der Familie und des Umfelds in die Behandlung sind ausschlaggebend für den Therapieerfolg.

Der Nutzen einer gluten- und kaseinfreien Ernährung zur Behandlung der Autismus-Spektrum-Störung konnte weder bei Vorhandensein noch bei Nichtvorhanden einer Allergie oder Intoleranz gegen Gluten und Kasein durch wissenschaftliche Studien bewiesen werden.

Von einigen Behandlungsmethoden ist gar abzuraten, da sie wirkungslos sind oder in einigen Fällen kontraproduktiv sein können. Darunter die „Gestützte Kommunikation“ (Facilitated Communication), die „Erziehung zur auditiven Integration“ (Auditory Integration Training) und die „Hyperbare Sauerstofftherapie“. Im Bereich der pharmakologischen Behandlung wird von der Gabe von Chelat und Sekretin abgeraten.

AUTòS | Autismus familie Meran